Auguste Landauer
Auguste Landauer, geb. Perrotin, 9. September 1782 bis 31. Januar 1857. Sie war die Tochter des herzoglichen Oberküchenmeisters Perrotin, eines Franzosen, von dem sie die französische Sprache fließend erlernte. Ihre Mutter starb sehr früh und sie wurde von einer älteren Schwester erzogen. Das Umfeld des herzoglichen Hofes prägte sie und förderte Ihr Interesse an Bildung, Kultur und Religion, das später auch für den Kontakt mit Friedericke Bach von Bedeutung sein sollte. In einem Nachruf lesen wir: "Sie konnte oft ziemlich derb mit der Sprache herausrücken und den Leuten die Meinung sagen, aber sie verstand es auch, ohne Heuchelei eine Artigkeit auszudrücken und that das mit französischer Feinheit und Ungezwungenheit, die deutsche Art stand ihr jedoch besser an. … Im alten Schloss hatten damals auch die katholischen Hofprediger des Herzogs ihre Wohnung und gingen in die Kost beim alten Perrotin. Es waren zum Theil Männer von klassischer Bildung und feinen Formen; besonders der alte...